Altägyptische Wandmalereien werden wieder lesbar

Nahe dem Tal der Könige haben Ruß und Verschmutzungen die Wandmalereien, Hieroglyphen und Reliefdarstellungen im Grab des Neferhotep bis zur Unkenntlichkeit geschwärzt. Es erfordert große restauratorische und konservatorische Sachkenntnisse, um alle relevanten Aspekte zum Erhalt der Authentizität des Kunstobjektes zu berücksichtigen.

Im Rahmen eines von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Projektes haben die drei Kölner Diplomrestauratorinnen Susanne Brinkmann, Birte Graue und Christina Verbeek im Austausch mit weiteren Restauratoren, Naturwissenschaftlern, Ägyptologen und Denkmalpflegern verschiedene Verfahren zur Wiederlesbarkeit erprobt.

Der Einsatz von Lasertechnik wurde von der ägyptischen Antikenverwaltung erstmals genehmigt und ermöglichte es den Restauratorinnen, mit modernster Technologie wahre Pionierarbeit zu leisten.

Die Restauratorinnen schätzen neben der Flexibilität des Lasers auch seine Geschwindigkeit. Die Wiederherstellung der Wandmalereinen ist dank des Lasers um ein vielfaches kürzer und somit können mehr Schätze in der gleichen zur Verfügung stehenden Zeit  erhalten werden.

Das Grab des Neferhotep ist das größte Privatgrab in der etwa 800 Beamten- und Priestergräber umfassenden Nekropole Thebens. Nach mehr als 3000 Jahren werden die Wandbilder jetzt mit dem cleanLASER wieder sichtbar gemacht.

Weitere Informationen und filmische Darstellungen zu diesem Projekt finden Sie hier.

Bilder: Neferhotep e.V.